März 2023 Sa. 18 um 20 Uhr / So 19 um 17:30 Uhr / Do. 23 um 20 Uhr / Fr. 24 um 20 Uhr / Sa. 25 um 20 Uhr / Do. 30 um 20 Uhr / Fr. 31 um 20 Uhr

Inszenierung Heidemarie Gohde Ausstattung Dagmar Weitze Assistenz Brigitte Binz mit Marie Jung / Rosalie Maes / Jil Devresse

KulTourhaus Huncherange

Monte Rosa

Teresa Dopler

 

Namen gibt es keine, die auftretenden Figuren werden lediglich als A-, B- und C bezeichnet und in einer gewissen Anonymität belassen. Es könnten Männer sein, es könnten Frauen sein, wir alle könnten es sein. Das Einzige, was zählt ist der Aufstieg, zwischen Dolomiten und Matterhorn, in einem surreal vermischtem Alpenraum, den vorgebenen Gipfel zu erreichen, innerhalb bröckelnder Natur.

Zuerst haben sich A und B gefunden, Beide verstohlen auf der Suche nach einem „Partner“ für ihr Bergsteigerleben, denn um nichts anderes als das ewige Auf und Ab scheint sich ihre Existenz zu drehen.

Doch als C (jünger als die Beiden) auftaucht, spielt B für A keine Rolle mehr.

 

Teresa Dopler hat sich bereits in anderen Stücken als eine Meisterin der knappen Dialoge erwiesen. Ihre Figuren reden derart konsequent aneinander vorbei, dass sich hieraus eine unsere Zeit persiflierende Komik ergibt. Und dieses Aneindervorbei hinterlässt seine Protagonisten als leere Sprachhülsen völliger Gleichgültigkeit. Nicht mehr das Gegenüber zählt, sondern ausschließlich das Ziel des Berggipfels, was zum neuen und unantastbaren Gegenüber geworden ist.

Für ihre Arbeiten wurde die junge Autorin mit mehreren Preisen in ihrer Heimat ausgezeichnet und 2022 zum renomierten „Mühlheimer Dramatikerpreis“ mit „Monte Rosa“ nominiert.